Wie Sie Rutschunfälle vermeiden können

The video cannot be shown at the moment. Please try again later.

Nach wie vor gehören Rutschunfälle zu den häufigsten Arbeitsunfällen. Die Folgen können Knochenbrüche oder Verstauchungen sein.

Ein Unfallschwerpunkt sind Wegeunfälle – gerade für die Winterzeit sollten Sie rechtzeitig Maßnahmen treffen, um Ihre Betriebswege zu sichern.

13 Tipps für sichere Betriebswege

Verhindern Sie Knochenbrüche und Verstauchungen: Insbesondere Betriebswege im Außenbereich und auch im Eingangsbereich müssen im Winter von Glatteis, Matsch und Schnee befreit werden, um Rutschunfälle zu vermeiden:

  • Räumdienste: Ist geregelt, wer im Winter für das Schneeräumen und Streuen von Verkehrswegen und Arbeitsbereichen im Freien zuständig ist?
  • Winterausrüstung: Sind ausreichend Streusalz und Gerätschaften zum Räumen vorhanden (Achtung: In den letzten Wintern war Streusalz Mangelware!)?
  • Arbeiten im Freien: Erhalten Ihre Mitarbeiter entsprechende Sicherheitsschuhe? Tragen Ihre Mitarbeiter diese auch?
  • Beleuchtung: Gerade in der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, dass Betriebswege ausreichend beleuchtet sind.
  • Sauberkeit in Eingangsbereichen: Matsch und Wasser sammeln sich in den Eingängen an. Achten Sie hier besonders auf Sauberkeit und machen Sie auf Rutschgefahren deutlich aufmerksam.
  • Bodenbeläge: Prüfen Sie regelmäßig die Bodenbeläge? Ist ein Bodenbelag beschädigt, dann lassen Sie Vertiefungen, Unebenheiten und Öffnungen zeitnah ausbessern.

Verschmutzte Fußböden gehören – ganzjährig – zu den Rutschfallen. Aber auch hier gibt es ein paar Reinigungstipps (Quelle: www.gesundheit.de), die von Ihren Reinigungskräften beachtet werden sollten:

  • Verschüttetes Wasser gleich aufwischen.
  • Speisereste sofort und gründlich entfernen.
  • Bei Fettverschmutzungen darauf achten, dass die Reinigungsflüssigkeit (Wasser und Putzmittel) heiß genug ist, um das Fett auch tatsächlich vollständig zu entfernen. Die Temperatur der Reinigungsflüssigkeit muss über dem Schmelzpunkt des Fettes liegen. Bei Fettverschmutzungen mit pflanzlichen Fetten reicht eine Temperatur von 40 Grad Celsius, bei tierischen Fetten sollte die Flüssigkeitstemperatur 50 Grad betragen.
  • Nicht zu viel Reinigungsmittel verwenden. Dosierangaben des Herstellers beachten. Rückstände des Mittels, die auf dem Bodenbelag verbleiben, machen ihn glatt. Besonders dann, wenn der Boden anschließend feucht wird.
  • Werden Pflegemittel mit rutschhemmenden Beimengungen verwendet, ist die richtige Dosierung ganz besonders wichtig. Rutschhemmende Pflegemittel verlieren durch Nässe ihre Wirkung.
  • Auf dem Boden angetrocknete Eiweißreste sind hartnäckiger als Fett. Um sie sicher zu entfernen, gibt es einen Trick: erst einweichen und nach ein paar Minuten wegwischen. Das Wischwasser sollte weniger als 40 Grad warm sein. Bei höheren Temperaturen flockt und quillt das Eiweiß. Es besteht die Gefahr, dass dann nur das Eiweiß weggewischt wird.
  • Nutzen Sie Warnaufsteller, um auf frisch gereinigte Fußböden oder andere Gefahren aufmerksam zu machen.

Weitere Informationen:

  • BGR 181 – Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr: Hier finden Sie unter anderem auch eine Liste von Arbeitsbereichen und Betriebswegen sowie der notwendigen Rutschhemmung von Bodenbelägen.
  • Unter www.bleib-aufrecht.de (Initiiert von der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft) finden Sie viele Praxistipps rund um das Thema Stolper-, Rutsch und Sturzunfälle. Aber Achtung: Dieses Portal wird am 31.12.2011 abgeschaltet.

Schlagworte: ,

Kommentar schreiben

*