Ladungssicherung: Antirutschmatten sparen Zeit und damit Kosten

Die Sicherheit von Personen, das Vermeiden von Schäden an Fahrzeug und Ladung sowie das Gewährleisten der allgemeinen Verkehrssicherheit – für die Sicherung der Ladung beim Transport gibt es viele Argumente. Trotz entsprechender gesetzlicher Regelungen (u.a. in der Straßenverkehrsordnung) kommt es immer noch zu mehreren tausend Unfällen im Jahr mit einer Schadenssumme in dreistelliger Millionenhöhe.

Zurrgurte zur LadungssicherungNeben manchmal auch fehlendem Problembewusstsein spielt oft auch die knappe Zeit eine Rolle, denn die richtige Sicherung der Ladung entsprechend der zu berücksichtigenden ‚anerkannten Regeln der Technik‘, die in Deutschland durch die VDI 2700 definiert werden, nimmt bei sachgemäßer Durchführung und abhängig von der verwendeten Methode einfach eine gewisse Zeit in Anspruch.

Wie viel Zeit tatsächlich dabei benötigt wird, hängt stark von der Sicherungsmethode und den verwendeten Hilfsmitteln ab. Die einfachste Methode der formschlüssigen Ladungssicherung komplett ohne Staulücken oder auch durch Diagonalzurren bzw. Kopfschlingen kommt nur in Betracht, wenn der Fahrzeugaufbau ausreichend stabil ist und die entstehenden Kräfte aufnehmen kann. Ist eine formschlüssige Ladungssicherung nicht möglich oder allein nicht ausreichend, muss die Ladung (ggf. zusätzlich) durch Niederzurren gesichert werden. Dabei sind die auftretenden Kräfte zu berechnen und anhand dessen sind z.B. die Zahl der benötigten Zurrgurte zu ermitteln. Zu berücksichtigen ist:

  • Welches Gewicht hat die Ladung?
  • Wie ist der Boden des Fahrzeugs beschaffen? Welchen Gleitreibbeiwert weist er auf?
  • Kommen ausschließlich Zurrgurte zum Einsatz?
  • Über welche Vorspannkräfte verfügen diese (Angabe des STF-Wertes auf den Gurten)?
  • Sind zusätzlich Antirutschmatten im Einsatz?

Durch den Einsatz von Antirutschmatten kann die Zahl der benötigten Vorspannkraft und damit die Zahl der einzusetzenden Zurrgurte deutlich verringert werden, denn die Matten erhöhen den Gleitreibbeiwert.

Beispielrechnung:

Ladungsgewicht G = 7500 kg
Gleitreibbeiwert μ = 0,2 (glatter Boden) bzw. 0,6 (mit Antirutschmatten)
Beiwert k = 1,5
Vorspannkraft STF= 500 daN
Zurrwinkel α(°) = 83

Bei einem Gleitreibbeiwert des Bodens von 0,2 ergeben sich hier über 22.000 daN an benötigten Vorspannkräften, so dass mindestens 30 Zurrgurte nötig wären, um die Ladung zu sichern. Bei einem durch den Einsatz von Antirutschmatten erhöhten Gleitreibbeiwert von 0,6 werden nur noch gut 2.400 daN an Vorspannkräften benötigt. Die Zahl der mindestens einzusetzenden Zurrgurte reduziert sich dadurch auf 4.

Die erhebliche Reduzierung der Vorspannkräfte durch den Einsatz von Antirutschmatten macht sich dann beim Verladen und Sichern auch als Zeitersparnis deutlich bemerkbar, denn das Auslegen von Antirutschmatten geht sehr viel schneller als das Vorspannen der Zurrgurte. Diese Zeitersparnis geht nicht nur mit einer Kostenreduzierung einher, sondern wirkt sich auch positiv auf die Akzeptanz der ladungssichernden Maßnahmen z.B. beim Fahrer aus.

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