Ergonomie im Arbeitsschutz

Ergonomisches Arbeiten - hier mit RückenstützgürtelSitzen Sie bequem während Sie diese Zeilen lesen? Nun, ich hoffe doch, dass Sie das tun. Vielleicht  auf einem ergonomischen auf Ihre Körpermaße angepassten Stuhl. Auch Ihr Monitor, dessen Einstellung, Ihre Computermaus und die anderen Arbeitsmittel auf Ihrem Schreibtisch sind  hoffentlich nach ergonomischen Gesichtspunkten ausgerichtet und entsprechen den Vorgaben aus der Bildschirmarbeitsverordnung (BildschArbV).

Moment mal, ergonomische Gesichtspunkte? Was ist das überhaupt? Möglicherweise ist es ja die Lehre vom ‚richtigen‘ Sitzen? Auch, aber nicht nur, denn die Ergonomie, die Deutschland ein Teil der Arbeitswissenschaft ist, befasst sich insgesamt mit der menschengerechten Gestaltung der Arbeitsbedingungen. Oberstes Ziel ist der Schutz des einzelnen Individuums bei der Arbeit. Die Ergonomie bezieht sich deshalb auf viele Bereiche wie die Ausgestaltung und Anordnung der Arbeitsmittel und die Arbeitsumgebung. Aber auch die menschliche Psyche und die Organisation der Arbeit (Stichwort: Prozesse) spielen eine wichtige Rolle.

Das Feld der Arbeitsmittel ist dabei abhängig vom Arbeitsplatz und der jeweiligen Tätigkeit sehr weit gespannt und reicht von der richtigen Einstellung des Bürostuhls, über ergonomische Software (Stichwort: Benutzerfreundlichkeit) bis zur menschengerechten Ausgestaltung der Schnittstelle Mensch-Maschine.

Mit Hilfe der ergonomischen Gestaltung des Arbeitsplatzes sollen kurzfristige Schäden z.B. Arbeitsunfälle verhindert und auch langfristige Belastungen, die zu Berufskrankheiten führen können, vermieden bzw. vermindert und die Leistungsfähigkeit erhalten oder sogar verbessert werden. Wichtig dabei ist, nicht den Menschen der Arbeit anzupassen sondern vielmehr umgekehrt die Arbeitsbedingungen menschengerecht zu gestalten.

Einige Regelungen, Normen und Vorschriften beziehen sich konkret auf die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, wie z.B. die schon oben erwähnte BildschArbV, die DIN EN ISO 9241 (Ergonomie der Mensch-System-Interaktion), die DGUV Information 203-023 (bisher BGI 804-2; Ergonomie an Näharbeitsplätzen) oder die DGUV Information 209-068 (bisher BGI/GUV-I 5048-1; Ergonomische Maschinengestaltung). Aber auch die allgemeinen Vorschriften im Arbeitsschutz wie die §§ 3 und 4 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbschG) verpflichten den Arbeitgeber zu präventiven Maßnahmen, in die auch die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung fällt.

Die Basis für die Bewertung der Arbeitsplätze bildet die Gefährdungsbeurteilung, in der die Arbeitsbedingungen und –mittel und deren Abstimmung auf die individuellen Gegebenheiten der Beschäftigten wie z.B. Körpergröße, Linkshändigkeit, aber auch die Arbeitsabläufe zu berücksichtigen sind. Eine professionelle Beratung durch Arbeitsmediziner oder spezielle Ergonomieberater kann hier sinnvoll sein.

Bei der Umsetzung der sich aus der Gefährdungsbeurteilung ergebenden Maßnahmen ist die Unterweisung und permanente Motivation der Beschäftigten unerlässlich, denn selbst der beste ergonomische Bürostuhl nützt wenig, wenn er nicht richtig eingestellt wird.

Stichwort Maßnahmen: Für ‚Büroarbeiter‘ haben wir hier einige Tipps wie Sie fit durch den Büroalltag kommen. Außerdem finden Sie in der Broschüre ‚Heben und Tragen ohne Schaden‘ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Tipps zum richtigen Heben und Tragen.

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Weitere Informationen finden Sie auch hier:

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3 Responses to "Ergonomie im Arbeitsschutz"

  • Max says:
  • Patrick says:
  • Stefan H. says:
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