Norovirus im Anmarsch – 8 Tipps für mehr Hygiene

Alle Jahre wieder … kommt nicht nur der Weihnachtsmann. Winterzeit ist leider auch Infektionszeit: Dabei ist es neben der Grippe vor allem auch der als Brechdurchfall bekannte und gefürchtete Norovirus, der in der kalten Jahreszeit sein Unwesen treibt.

Ich muss zugeben: vor einer Grippe habe ich Respekt. Heftiger als eine normale Erkältung, na gut, aber mit der richtigen Pflege und ausreichend Genesungszeit für einen normal gesunden Menschen in den Griff zu bekommen. Beim Norovirus dagegen treibt mir seit der Kindergartenzeit meiner Kinder schon der Begriff den Schweiß auf die Stirn. Vor allem die Heftigkeit, mit der der Virus in der Regel zuschlägt, ist besonders unangenehm. Wer sich morgens noch beim Frühstück genussvoll in Sicherheit wiegt, während es die Familie oder Kollegen schon erwischt hat, kann schon zur Mittagszeit eines Übleren belehrt werden. So erging es mir leider auch schon. Bei erster Übelkeit und dem leisesten Verdacht, dass es sich um mehr als eine kleine Magenverstimmung handelt, sollte man deshalb unbedingt darauf achten, dass sich eine Toilette in schnellstens erreichbarer Nähe befindet.

Schon seit Wochen gehen Meldungen über Erkrankungswellen durch die Presse und diese reißen auch momentan immer noch nicht ab. Die Landesgesundheitsämter melden immer noch hohe Fallzahlen, wie z. B. in Niedersachsen oder Nordrhein-Westfalen.

Aber es gibt Hoffnung, denn in der Regel dauert der Spuk nicht allzu lang und ist meist innerhalb von wenigen Tagen vorüber. Im Idealfall erkrankt man natürlich erst gar nicht, denn auch der Schutz gegen eine Infektion ist möglich. Tipps dazu finden Sie weiter unten.

Das Norovirus ist hochansteckend und wird mit dem Stuhl oder Erbrochenem ausgeschieden. Neben dem direkten Kontakt ist auch eine Übertragung durch die Luft per Tröpfcheninfektion (z. B. beim Aufenthalt im gleichen Raum während ein Erkrankter sich erbricht) möglich. Schon wenige Viren genügen für eine Infektion. Auch durch verunreinigte Speisen oder Getränke ist eine Übertragung denkbar. Und: Hat man die akute Phase hinter sich gelassen, scheiden Erkrankte auch nach der vermeintlichen Genesung noch Tage und manchmal sogar Wochen das Virus aus.

Händewaschen schützt vor AnsteckungDeshalb ist zur Vermeidung penibelste Hygiene am allerwichtigsten. Meine Tipps, mit denen Sie hoffentlich von einer Erkrankung verschont bleiben:

  • Meiden Sie jeden Kontakt mit Erkrankten. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, z. B. bei der Pflege der Familie zuhause, tragen Sie Mundschutz und Einmalhandschuhe.
  • Waschen Sie sich gründlich die Hände, und zwar nicht nur nach dem Toilettengang, sondern auch bei der Ankunft zuhause, vor der Zubereitung des Essens und mehrfach täglich. Zusätzlichen Schutz bieten Desinfektionsmittel. Achten Sie darauf, dass Sie auch gegen Noroviren einsetzbar sind wie Sterillium med, Sterillium Virugard oder desderman pure.
  • Fassen Sie nicht mit den Händen ins Gesicht. Oft geschieht das unbewusst mehrmals in der Stunde. Die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund sind das Einfallstor für Krankheitserreger.
  • Absolute Hygiene im Familienbad: Vor allem bei Erkrankten im Haus müssen alle Einrichtungen und Gegenstände gründlichst gereinigt werden. Eigene Handtücher für jeden sind Pflicht und verwechseln Sie bloß nicht Zahnputzbecher oder Zahnbürste.
  • Der gute alte Kochwaschgang bei 90° macht den Viren der Garaus. Verträgt die Wäsche diese Temperaturen nicht, waschen Sie die Kleidung von Erkrankten separat und schieben Sie den Kochwaschgang dazwischen, zur Not mit einer leeren Maschine.
  • Teilen Sie nichts und mit niemandem, egal ob die Bürotasse aus dem Gemeinschaftsfundus oder das Stück Kuchen von der Gabel der Tochter.
  • Verzichten Sie auf das Händeschütteln und Umarmungen bei Begrüßungen.
  • Wer erkrankt ist oder Kontakt mit Erkrankten hat, sollte nicht für die Zubereitung des Essens zuständig sein.

Bleiben Sie gesund!

Schlagworte: , , , ,

Kommentar schreiben

*