Professioneller Schutz für unser größtes Organ

Hat auch im März schon viel Kraft: die SonneDie Haut ist mit bis zu zwei Quadratmetern Fläche unser größtes Organ. Die äußere Hülle unseres Körpers schützt uns vor Umwelteinflüssen, vor Hitze und Kälte und vor Krankheitserregern und Strahlung. Sie speichert Nährstoffe und Wasser und dient als Sinnesorgan. Ihr Schutz ist für unsere Gesundheit insgesamt essentiell.

Gerade im Berufsleben ist unsere Haut oft zusätzlichen Belastungen und Risiken ausgesetzt. Ein geradezu unsichtbares Risiko stellt die natürliche UV-Strahlung dar. Wussten Sie, dass…

  • Hautkrebs mit über 264.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebsart in Deutschland ist?
  • rund 90 % aller Betroffenen am so genannten ‚hellen Hautkrebs‘ erkranken?
  • der ‚helle Hautkrebs‘ vorwiegend auf den sonnenexponierten Körperstellen wie der Stirn, den Händen, der Kopfhaut oder dem Nasenrücken auftritt?

Zum 01.01.2015 wurden ‚Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung‘ (‚Heller Hautkrebs‘) vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) als neue Berufskrankheit in die Liste der Berufskrankheiten aufgenommen.

Besonders gefährdet sind Arbeitnehmer, die aufgrund Ihrer Tätigkeit viel Arbeitszeit ungeschützt im Freien verbringen, wie z. B. Bauarbeiter, Dachdecker, Forstarbeiter, Gerüstbauer, Gärtner, Schornsteinfeger, Müllwerker, Postzusteller, Bademeister, Flug- und Schiffspersonal, Landwirte oder Zimmerleute.

Zuständig für den Schutz der Arbeitnehmer vor UV-Strahlung ist der Arbeitgeber. Die Reihenfolge der Schutzmaßnahmen sollte dabei dem im Arbeitsschutz bekannten TOP-Prinzip folgen:

  1. Ergreifen technischer Arbeitsschutzmaßnahmen wie z. B. Beschattung des Arbeitsbereichs
  2. Ergreifen organisatorischer Maßnahmen wie z. B. das Verlegen von Arbeiten im Freien in die Morgenstunden um die Arbeit in praller Mittagssonne zu vermeiden
  3. Bereitstellen von Persönlicher Schutzausrüstung wie UV-dichter Bekleidung, Sonnenbrille und Kopfbeckung
  4. Einsatz von Sonnenschutzprodukten für den professionellen Gebrauch

Tipp: Auch wenn der Frühling wettertechnisch noch etwas auf sich warten lässt, spätestens in einigen Tagen soll sich die Sonne zeigen. Auch wenn die Temperaturen dann eher noch kühl sind, hat die Märzsonne trotzdem Potenzial für einen ordentlichen Sonnenbrand. Das gilt besonders für die nach dem tristen Winter sonnenentwöhnte Haut. Ausgedehnte und ungeschützte Sonnenbäder sind dann ebenso wenig zu empfehlen wie ungeschütztes Arbeiten in der Sonne. Sorgen Sie gleich von Anfang an für den richtigen Schutz vor der gefährlichen UV-Strahlung.

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