Sicherheitsschuhe für Nässe und Kälte

Wussten Sie, dass ein Mitarbeiter im Laufe seines Berufslebens 72.000 Stunden Sicherheitsschuhe trägt? Eine ganz schön lange Zeit, finde ich. Kein Wunder, dass die Anwender sehr viel Wert auf guten Tragekomfort legen. Wer läuft schon gerne in Schuhen, die unbequem sind?!

Ich habe Ihnen fünf Kriterien und eine Checkliste  zusammengestellt, um Ihnen und Ihren Mitarbeitern die Auswahl von geeigneten Sicherheitsschuhen – auch für den Einsatz im Herbst und Winter – erleichtern sollen.

Fünf Kriterien: Mit Sicherheitsschuhen trittsicher arbeiten

1. Sicherheitsschuhe mit Nässeschutz und Kälteschutz:

Sicherheitsschuhe oder Sicherheitsstiefel mit speziellem Nässeschutz werden überwiegend aus PVC oder Gummi hergestellt, während das Material für Winterstiefel oftmals aus Büffelleder oder Vollrindleder mit einer Innenfütterung besteht. Achten Sie darauf, dass die Sicherheitsschuhe mit Nässeschutz und Winterstiefel mit einem rutschhemmenden Profil ausgestattet sind.

2. Beachten Sie die genaue Passform des Sicherheitsschuhes:

Insbesondere die Länge und Weite eines Schuhes beeinflussen das Wohlfühlen des Trägers. Für Herrenfüße stehen von 247 mm bis 307 mm Länge neun Schuhlängen (Größen 39 bis 47) und für Damenfüße sieben Größen (Größen 36 bis 42) zur Verfügung. Darüber hinaus werden Sicherheitsschuhe oftmals in unterschiedlichen Weiten angeboten.

3. Sicherheitsschuhe mit gut abgepolsterter Schutzkappe:

Die Zehenkappe darf weder beim Gehen noch bei knieenden Arbeiten behindern. Der Träger sollte also unbedingt ausprobieren, ob die Schutzkappe drückt!

4. Materialverarbeitung unterstützt Tragekomfort:

Viele Sicherheitsschuhe verfügen über eine Dämpfung der Trittbelastung im Fersenbereich, Polsterungen an verschiedenen Stellen und sind atmungsaktiv. Aber Achtung: Die Sicherheitsschuhe dürfen nicht zu schwer werden! Der Tragekomfort ist besonders bei Sicherheitsschuhen ein besonders individuelles und sensibles Thema. Daher sollten Sie eine kleine Auswahl bestellen und Ihre Mitarbeiter testen lassen.

5. Sicherheitsschuhe mit speziellen Ausstattungen:

Die Liste der Ausstattungsmerkmale ist lang! Es gibt Sicherheitsschuhe, die beispielsweise öl-, säure- oder benzinbeständig (oftmals mit 2-Schichten-Polyurethan-Sohlen ausgestattet), antistatisch oder hitzebeständig (bis 120 ºC)  etc. sind. Sollten Sie solche Anforderungen haben, dann erstellen Sie zunächst eine Gefährdungsanalyse! Durch die Gefährdungsbeurteilung erfahren Sie über welche Eigenschaften die Sicherheitsschuhe oder Sicherheitsstiefel verfügen müssen.

Zwei wichtige Praxistipps:

  1. Die Gefährdungsanalyse: Im Arbeitsschutz treffen Sie immer wieder auf das Instrument „Gefährdungsbeurteilung oder Gefährdungsanalyse”. Diese hilft Ihnen die richtigen Maßnahmen für den Gesundheitsschutz Ihrer Mitarbeiter zu treffen. Dabei nehmen Sie die Tätigkeiten und die Arbeitsumgebungen unter die Lupe.
    Nutzen Sie die Übersicht „Gefährdungsbeurteilung im Netz“! Hier finden Sie Links, die Sie direkt zum Informationsmaterial Ihrer Berufsgenossenschaft führen.
  2. Eine Checkliste: Anhand der aufgelisteten Kriterien (Einsatzdauer, Tragekomfort etc.) können Sie Ihre Anforderungen an Sicherheitsschuhen schnell und einfach feststellen, sodass Ihnen die Auswahl von passenden  Sicherheitsschuhen leichter fallen sollte.

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