Notfallplan für Aufzugsanlagen ab dem 31.05.2016 Pflicht!

Bereits am 01.06.2015 berichteten wir an dieser Stelle über die damals in Kraft getretenen Änderungen an der Betriebssicherheitsverordnung. Im Zuge der ausgesprochen umfangreichen, damaligen Überarbeitung wurden auch im Themenkomplex überwachungs-       bedürftiger Aufzugsanlagen einige Änderungen für personenbefördernde Aufzüge beschlossen. Neben der damals eingeführten Pflicht eigene Aufzugsanlagen regelmäßig zu überprüfen und dies durch eine gut sichtbare Prüfplakette innerhalb der Kabine zu dokumentieren, wurde auch der sogenannte Notfallplan für Aufzugsanlagen zur Pflicht. Die 12 Monate umfassende Übergangsfrist läuft am 31.05.2016 ab. Von diesem Zeitpunkt an sind alle Betreiber von personenbefördernden Aufzügen gem. § 24 Abs. 2 der BetrSichV dazu verpflichtet einen adäquaten Notfallplan beim Notdienst zu hinterlegen, oder in der Nähe der Aufzugsanlage anzubringen, sofern kein Notdienst vorhanden ist. Vorschriften gibt es auch für den genauen Inhalt des Notfallplans. Gemäß Abs. 4.1 im Anhang 1 der neuen BetrSichV müssen die nachfolgenden Informationen jedem Notfallplan eindeutig zu entnehmen sein:

1.)    Der Standort der Aufzugsanlage

2.)    Der verantwortliche Arbeitgeber

3.)    Die Personen, die Zugang zu allen Einrichtungen der Anlage haben

4.)    Die Personen die eine Befreiung von Eingeschlossenen vornehmen können

5.)    Kontaktdaten von Personen, welche Erste Hilfe leisten können (z.B. Notarzt oder  Feuerwehr)

6.)    Angaben zum voraussichtlichen Beginn einer Befreiung

7.)    Angaben zur Notbefreiungsanleitung  für die Aufzugsanlage

Sie haben Schwierigkeiten bei der Erstellung eines eigenen Notfallplans für Ihre Aufzüge? Wir haben für Sie ein Musterformular erstellt, dass Sie sich hier herunterladen können.

Die vollständige Betriebssicherheitsverordnung können Sie im Volltext auf den Seiten des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz einsehen.

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