Betriebssicherheitsverordnung – wichtige Grundlage für Ihren Arbeitsschutz

Es hört sich einfach an: Arbeitsmittel müssen in sicherem Zustand für die Mitarbeiter bereitgestellt werden.

Aber was bedeutet das konkret? Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um dieses zu gewährleisten?

Informieren Sie sich über die Betriebssicherheitsverordnung:

Sie regelt die sichere Bereitstellung und Benutzung von Arbeitsmitteln.

Arbeitsmittel und Anlagen sicher betreiben

Die Betriebssicherheitsverordnung beinhaltet ein umfassendes Schutzkonzept, das für alle Gefährdungen anwendbar ist, die von Arbeitsmitteln und Anlagen ausgehen können. Die wesentlichen Merkmale sind:

  • Anwendung der Gefährdungsbeurteilung oder sicherheitstechnische Bewertung, um Schutzmaßnahmen und Sicherheitsprüfungen für Anlagen und Arbeitsmittel festzulegen.
  • Festlegung eines einheitlichen Sicherheitsmaßstabs: Die Arbeitsmittel müssen dem „Stand der Technik“ entsprechen.
  • Mindestanforderungen für die Beschaffenheit von Arbeitsmitteln zu garantieren.

Ein wesentlicher Aspekt in der Betriebssicherheitsverordnung ist die Ermittlung von Gefahren. Im Handbuch „Die neue Betriebssicherheitsverordnung“ des Forum Verlages werden folgende Schritte empfohlen:

  1. Erfassen Sie alle Werkzeuge, Geräte und Anlagen: Nutzen Sie dazu die schon vorhandenen Prüfbücher und Inventarlisten usw.
  2. Führen Sie die Gefährdungsbeurteilung durch: Ermitteln und bewerten Sie die Gefährdungen, die von den Arbeitsmitteln ausgehen.
  3. Legen Sie Maßnahmen (z. B. Schutzvorrichtungen an der Anlage) nach dem Stand der Technik fest, die gewährleisten, dass das Arbeitsmittel über die gesamte Lebensdauer sicher benutzt werden kann.
  4. Kontrollieren Sie die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen.

Wichtiger Hinweis: Berücksichtigen Sie neben den Vorgaben aus der Betriebssicherheitsverordnung auch weitere Vorschriften des Gesetzgebers, der Berufsgenossenschaften oder Normen des Deutschen Institut für Normung (DIN).

Was sind überwachungsbedürftige Anlagen?

Ein Schwerpunkt der Betriebssicherheitsverordnung gilt dem sicheren Betrieb von sogenannten überwachungsbedürftigen Anlagen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Druckbehälteranlagen,
  • Dampfkesselanlagen,
  • Aufzüge,
  • Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen,
  • Anlagen mit hochentzündlichen, leichtentzündlichen oder entzündlichen Flüssigkeiten,
  • bestimmte Füllanlagen,
  • Rohrleitungen.

Achtung: Diese Anlagen müssen grundsätzlich von einer zugelassenen Überwachungsstelle wie dem TÜV geprüft werden.

Mein Tipp: Betriebssicherheitsverordnung richtig anwenden!

Die Betriebssicherheitsverordnung ist ein wichtiger Baustein für Ihren Arbeitsschutz. Um diese in Ihrem Betrieb richtig anzuwenden, gilt es auch, weitere Vorschriften und Regelungen zu berücksichtigen, wie die Verordnung zum Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG), die Maschinenrichtlinie, das Chemikaliengesetz, die berufsgenossenschaftlichen Vorschriften. Bei meinen Recherchen zu diesem Thema bin ich auf das Kompendium „Die neue Betriebssicherheitsverordnung“ des Forum Verlages gestoßen. Hier finden Sie die komplexen Vorschriften umfassend beschrieben und erklärt. Darüber hinaus gibt es viele Checklisten und Handlungshilfen, die praxisorientiert aufgebaut sind.

Weitere Artikel über die Betriebssicherheitsverordnung in diesem Blog:

Betriebssicherheitsverordnung – Arbeitsschutz ist Chefsache

Betriebssicherheitsverordnung – Anforderungen an Betriebsmittel

5 Tipps für die Prüfung von Arbeitsmitteln gemäß der Betriebssicherheitsverordnung

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