Neue Sicherheitsdatenblätter: Was Sie als Anwender von Gefahrstoffen beachten müssen

Arbeiten Sie in Ihrem Unternehmen mit Gefahrstoffen, die gemäß REACH registriert sind? Dann werden Sie von Ihren Lieferanten ein neues Sicherheitsdatenblatt erhalten.

Was ändert sich im neuen Sicherheitsdatenblatt? Künftig sind darin zusätzlich Expositionsszenarien enthalten. Somit kommen wir der Anwendung der REACH-Verordnung einen großen Schritt näher …

 

Was bedeutet das neue Sicherheitsdatenblatt für Sie als Anwender?

  1. Informieren Sie sich bei der ECHA, ob der von Ihnen verwendete Stoff gemäß REACH als Gefahrstoff eingestuft wurde. Wenn ja, dann sind Sie von dieser Neuerung betroffen, d. h. sie können sich auf eine erweiterte Stoffsicherheitsbeurteilung in dem Sicherheitsdatenblatt einstellen.
  2. Sammeln Sie Informationen über die Verwendungen des Gefahrstoffes in Ihrem Unternehmen. Sollten Sie diese Chemikalie an Ihre Kunden weitergeben, dann müssen Sie auch deren Anwendungen kennen.
  3. Prüfen Sie in dem Expositionsszenarium, ob die Verwendungen in Ihrem Unternehmen und Ihrer weiteren Lieferkette in dem Sicherheitsdatenblatt enthalten sind.
  4. Wenn Sie feststellen, dass Ihre Verwendungen und Ihre Verwendungsbedingungen des Gefahrstoffes (Achtung: auch die von Ihren Kunden beachten!) von den Informationen in dem Sicherheitsdatenblatt abweichen, dann empfiehlt die ECHA in Ihrem Fact Sheet, Maßnahmen zu ergreifen. Dieses kann beispielsweise die Durchführung einer eigenen Stoffsicherheitsbeurteilung bedeuten.

Fazit: Künftig sind auch Sie als Anwender von Gefahrstoffen von den Neuerungen im Chemikalienrecht betroffen – in zweierlei Hinsicht:

  1. Die neuen Sicherheitsdatenblätter können auch für Ihr Unternehmen einen großen Aufwand – wie oben beschrieben – bedeuten.
  2. Die neuen Stoffinformationen können Ihre bisherigen Arbeitsschutzmaßnahmen beeinflussen, zum Beispiel:

Weitere Informationen finden Sie hier:

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