Mitarbeiter für Arbeitsschutz motivieren

Menschliches Fehlverhalten, ungenügende Information oder mangelndes Gefahrenbewusstsein sind die häufigsten Ursachen für Arbeitsunfälle.

Während Ihrer Unterweisungen erläutern Sie Gefährdungen und informieren über notwendige Verhaltensregelungen, um Unfälle oder Krankheiten zu vermeiden.

Fazit: Unterweisungen von Mitarbeitern sind wichtige Bausteine in der Unfallverhütung.

Nutzen Sie unsere Praxistipps. Bereiten Sie Ihre Unterweisungen lebendig und informativ auf!

Vorbereitungen für wirkungsvolle Unterweisungen

Arbeitsschutz ist bekanntlich ein eher trockenes Thema, das von vielen Mitarbeitern als nicht wirklich wichtig erachtet wird. Denn wer denkt nicht von sich, „mir passiert schon nichts“? Leider eine Fehleinschätzung, die für ein sicherheitsgerechtes Verhalten nicht förderlich ist. Ein weiterer guter Grund also, jedes Jahr die Unterweisung zu wiederholen.

Aber machen wir uns nichts vor. Die Vorbereitungen sind zeitintensiv und sehr aufwendig. Insbesondere dann, wenn es darum geht, wie die Unterweisung allgemein verständlich und nachhaltig aufbereitet werden kann. Nachhaltig bezieht sich auf Verhaltensweisen, die durch eine Unterweisung auf dem Prüfstand stehen. Das heißt, jeder Mitarbeiter soll über sein Verhalten reflektieren und dieses auch nötigenfalls ändern.

Langatmige Monologe und das Zitieren von komplizierten juristischen Texten sind jedoch sicherlich nicht hilfreich, um langfristig ein sicherheitsgerechtes Verhalten zu erreichen. Abwechselung muss her.

Hier meine Tipps für spannende Unterweisungen:

  1. Machen Sie deutlich, dass Arbeitsschutz ein wichtiges Thema in Ihrem Haus ist. Es gehört zur Führungsaufgabe. Das zeigt sich darin, wer diese Unterweisung vornimmt. In der Regel übernehmen dieses Vorgesetzte mit Personalverantwortung.
  2. Legen Sie den Teilnehmerkreis nach Wissensstand (langjährige Mitarbeiter versus Neulinge) und Arbeitsbereich fest.
  3. Achtung: Die maximale Konzentrationsfähigkeit liegt bei 20 Minuten. Fassen Sie sich kurz, um die Zeit nicht zu überschreiten. Organisieren Sie besser regelmäßige Unterweisungstermine.
  4. Stellen Sie einen Praxisbezug her. Wenn Sie zu theoretisch werden, verlieren Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer.
  5. Bauen Sie abwechselungsreiche Elemente ein. Sie können mit einer örtlichen Begehung anfangen oder Sie demonstrieren, wie bestimmte Ausrüstungen funktionieren (z. B. Defibrillator).
  6. Verwenden Sie Bilder oder Filme. Im Internet gibt es mittlerweile auch die Möglichkeit, Arbeitsschutzfilme zu nutzen. Tipp: Einige Filme finden Sie in meinen Artikeln rund um Erste Hilfe.
  7. Führen Sie Dialoge statt Monologe. Stellen Sie Fragen zum bisherigen Vorgehen oder Erfahrungswerten. Damit binden Sie Ihre Teilnehmer aktiv mit ein.
  8. Ob im Intranet oder klassisch am schwarzen Brett – erinnern Sie an Leitsätze. Vermeiden Sie dabei lange Anweisungen, sondern bringen Sie Verhaltensregeln einfach auf den Punkt. Das erhöht die Merkfähigkeit.

Wie Sie sehen, Ihrer Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt – je lebendiger, praktischer und anwendungsorientierter die Inhalte vermittelt werden, desto nachhaltiger wird Arbeitssicherheit im täglichen Handeln angewandt.

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