Die Augen kann man schließen, die Ohren bleiben auf Empfang

Tag gegen LärmEr ist laut, ungesund und nervig obendrein. Lärm ist durchaus eine unterschätzte Gesundheitsgefahr, denn er beeinträchtigt sowohl unsere Leistungsfähigkeit als auch unsere Lebensqualität. Ein gesundes Hörorgan ermöglicht eine einwandfreie Kommunikation und warnt uns rechtzeitig vor Gefahren. Doch was passiert eigentlich, wenn wir unser Sinnesorgan vernachlässigen? Kurz und knapp: Vereinsamung, Isolation und Unsicherheit, denn wer nichts hört, kann nur schwer aktiv am Leben teilnehmen.

Achten Sie deshalb auf gesunde Sinnesorgane und sorgen Sie vor: Ihre Ohren werden es Ihnen danken!

Wie entsteht eigentlich Lärm?

Lärm ist eine der am stärksten empfundenen Umweltbeeinträchtigungen. Durch die zunehmende technische Modernisierung entstehen immer mehr Lärmquellen in der Natur, die sich unvermeidlich auf uns und unser Gehör auswirken. Schallemissionen treten dort auf, wo Luft zu Schwingungen angeregt wird. Wenn man vom Schall spricht, ist stets die Rede von den Druckschwankungen in der Luft. Diese sind im Vergleich zum Luftdruck sehr klein und breiten sich in unserem Gehör in alle Richtungen aus. Unser Gehör ist ein sehr feinfühliges Sinnesorgan, durch das selbst sehr kleine Schwankungen des Luftdrucks wahrgenommen werden können.

Wo kommt er her?

Lärm kann unterschiedlichen Erzeugerquellen zugeordnet werden. Bei Straßenbauarbeiten hört sich der Lärm immer sehr metallisch an. Das liegt daran, dass er an metallischen Gegenständen reflektiert und zurückgeworfen wird.

So kann man zum Beispiel folgende Lärmquellen unterscheiden:

  • Verkehrslärm: Straßenverkehrslärm, Schienenverkehrslärm, Fluglärm
  • Industrie- und Gewerbelärm
  • Baustellenlärm
  • Nachbarschaftslärm oder auch Freizeitlärm

Nun wurden im Laufe der Jahre schon viele Straßenbeläge verlegt, die als lärmarm einzustufen sind. Auch wurden Reifen entwickelt, deren Profile als geräuscharm gelten. Man mag denken die Belastung geht dadurch zurück, jedoch wird diese aufgrund der immer schneller heranwachsenden Modernisierung immer höher und stellt ein großes gesundheitliches Risiko für uns dar.

Gehörschutz am Arbeitsplatz

Grundlage für die Ermittlung möglicher Gefahrenquellen am Arbeitsplatz ist die Gefährdungsbeurteilung. Hierbei werden notwendige Arbeitsschutzmaßnahmen festgelegt, die den Mitarbeiter vor Gefahren schützen und vor Risiken warnen sollen. Im Bereich des Gehörschutzes ist die Lärm- und Vibrations- Arbeitsschutzverordnung (kurz: LärmVibrationsArbSchV) und die TRLV tonangebend. Lesen Sie mehr über die Maßnahmen im Arbeitsschutz für den richtigen Gehörschutz>> Anhand der Gefährdungsbeurteilung wissen Sie nun, ob Gehörschutz angewendet werden soll. Egal, ob Gehörschutzstöpsel, Bügelstöpsel, Kapselgehörschützer oder Otoplastiken: Die Auswahl an Hilfsmitteln ist enorm. Mit diesen Informationen und Tipps fällt Ihnen die Auswahl sicher leichter: Wie Sie den richtigen Gehörschutz auswählen>>

International Noise Awareness Day

In diesem Jahr wird der Tag gegen Lärm (International Noise Awareness Day) volljährig und findet am 29. April 2015 statt. Das diesjährige Motto trägt den Titel: „Lärm-voll nervig“ und ist eine Aktion der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA) in Kooperation mit dem Arbeitsring Lärm der DEGA (ALG) sowie den DEGA Fachausschüssen. Ziel des Aktionstages soll sein, mehr Aufmerksamkeit für die Lärmproblematik zu bekommen. Gleichzeitig soll auch das Bewusstsein für die Sinneswahrnehmung Hören gestärkt bzw. ausgebildet werden um anschließend die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

Dort werden Aktivitäten wie:

  • Kostenlose Hörschwellenmessungen
  • Vorträge und Filme über das Hören
  • Berichte von Betroffenen aus lärmreichen Regionen

in Schulen, Universitäten, Gesundheitsämtern, HNO- Kliniken und anderen öffentlichen Einrichtungen veröffentlicht. Schwerpunkt des Aktionstages soll die Geräuschbelastung von Kindern und Jugendlichen sein und wird durch die Presse, Fernsehen sowie Rundfunk unterstützt. Bei Interesse von Schulen können diese auf Anfrage an dem Workshop „Lärmdetektive- Dem Schall auf der Spur“ teilnehmen. Außerdem verleiht der Tag gegen Lärm auch sogenannte Lärmkoffer für einige Wochen kostenlos an Schulen. Diese enthalten Messgeräte sowie Unterrichtseinheiten mit Experimentier- und Bastelanleitungen, welche zur Beurteilung von Schall und dessen Wirkung bereitgestellt werden. Weitere Infos finden Sie hier www.tag-gegen-laerm.de

Meine Tipps für einen ruhigen Tag:

  • Achten Sie auf sich und auch auf Andere- nehmen Sie den Lärm den Sie verursachen bewusst wahr.
  • Benutzen Sie nicht aus Spaß oder Unachtsamkeit die KFZ- Hupe.
  • Überdenken Sie Ihre Gewohnheiten und reduzieren Sie den Geräuschpegel: Muss denn das Radio oder der Fernseher im Hintergrund laufen?
  • Tragen Sie Gehörschutz wenn es vorgeschrieben oder ratsam ist.
  • Lesen Sie Warnhinweise auf Ihrem Rasenmäher- vielleicht brauchen Sie sogar hierfür Gehörschutz?

Nutzen Sie die Angebote in den öffentlichen Einrichtungen und informieren Sie sich.

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1 Response to "Die Augen kann man schließen, die Ohren bleiben auf Empfang"

  • Matthias says:
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