Effektiver Brandschutz mit Brandmeldeanlagen

In diesem Film wird eindrucksvoll gezeigt, wie schnell sich ein kleines Feuer zu einem großen Brand entwickelt.

Entsteht ein Brand während der Arbeitszeit, wird dieser meistens rechtzeitig erkannt. Notwendige Maßnahmen können sofort eingeleitet werden, um größeren Schaden zu verhindern. Aber wie ist es nach Feierabend? Oder am Wochenende? Wer meldet dann einen Brand? Eine Lösung ist das Installieren von Frühwarnsystemen.

Einsatz von Brandmeldesystemen

Diese Frühwarnsysteme sollten …

  • den Brandausbruch melden und alarmieren.
  • Brandschutztüren schließen.
  • Rauch- und Wärmeabzugsanlagen öffnen.
  • Löschvorrichtungen auslösen.

Achten Sie bei der Auswahl des Brandmeldesystems darauf, dass es schnellstmöglich alarmiert und keinen Fehlalarm auslöst.

Der entscheidende Vorteil von automatisierten Brandmeldesystemen liegt darin, dass die Benachrichtigung der Feuerwehr und das Einleiten der erforderlichen Maßnahmen (Schließen der Brandschutztüren) quasi gleichzeitig erfolgen. Damit wird keine wertvolle Zeit verschwendet.

Die Brandgefährdung für Betriebsbereiche festlegen

Inwiefern für Ihr Unternehmen ein Brandmeldesystem sinnvoll ist, können Sie klären, indem Sie das Brandrisiko einschätzen. Analysieren Sie dazu den Ist-Zustand. Dabei müssen Sie alle möglichen Ursachen betrachten, die eine Entstehung eines Brandes (Entzündbarkeit, Entflammbarkeit, Brandlast, Zündquellen) verursachen können. Anschließend können Sie den Grad der Brandgefährdung in den unterschiedlichen Arbeitsbereichen festlegen. Es wird zwischen geringer, mittlerer und großer Brandgefährdung unterschieden.

  1. Geringe Brandgefährdung: Ein Arbeitsbereich wird als „geringe Brandgefährdung” eingestuft, wenn die Entzündbarkeit der Stoffe, die örtliche und betriebliche Umgebung über ein nur geringes Brandpotenzial verfügen und in einem Brandfall die Möglichkeit der Brandausweitung gering ist. Folgende Betriebsbereiche zählen hierzu: EDV-Bereiche ohne Papier, Bürobereiche ohne Aktenlagerung u.a.
  2. Mittlere Brandgefährdung: Diese liegt bei folgenden Voraussetzungen vor:
    In dem Arbeitsbereich gibt es Stoffe mit hoher Entzündbarkeit, die örtlichen und betrieblichen Bedingungen begünstigen die Brandentstehung – jedoch zu Beginn des Brandes ist eine Brandausbreitung gering. Das sind Arbeitsbereiche, wie Holzlager im Freien, Archive, Kunststoff-Spritzgießerei, Elektrowerkstatt u.a.
  3. Große Brandgefährdung liegt vor, wenn „durch Stoffe mit hoher Entzündbarkeit und durch die örtlichen und betrieblichen Verhältnisse große Möglichkeiten für eine Brandentstehung gegeben sind und in der Anfangsphase mit großer Brandausbreitung zu rechnen ist oder eine Zuordnung in mittlere oder geringe Brandgefährdung nicht möglich ist“ (Quelle: BGR 133). Folgende Bereiche haben dieses Potenzial (gemäß BGR 133): Spanplattenherstellung, Speditionslager, Möbelherstellung, Druckereien, Kfz-Werkstätten.

Tipp: Prüfen Sie in der BGR 133, Tabelle 3, welche Arbeitsbereiche über welche Brandgefährdung verfügen.

Nachdem Sie die Brandgefährdungskategorien für Ihren Betrieb geklärt haben, können Sie nun im Sinne des vorbeugenden Brandschutzes die technischen und organisatorischen Brandschutzmaßnahmen ableiten. Dazu gehören beispielsweise:

  • technische Maßnahmen (z. B. Brandmeldeanlagen) zu installieren, um die Entstehung und Ausbreitung von Bränden in Ihrem Betrieb zu verhindern,
  • Feuerlöscher bereitzustellen,
  • Flucht- und Rettungspläne zu erstellen und zu montieren,
  • Mitarbeiter zum richtigen Verhalten im Brandfall sowie in die sachgerechte Benutzung von Feuerlöschern zu unterweisen.

Mittlerweile wird eine große Anzahl von unterschiedlichen Brandmeldesystemen angeboten. Je nach Brandrisiko muss das passende Brandmeldesystem ausgewählt werden. Hier die drei gängigsten Brandmeldetypen:

  1. Rauchmelder: Reagieren schon auf die geringste Menge von Rauch. Rauchmelder sind mittlerweile am weitesten verbreitet. Wenn diese Art von Brandmeldern für Sie infrage kommt, dann finden Sie eine Produktauswahl in unserem Onlineshop.
  2. Wärmemelder: Eignet sich für rauchige oder staubige Räume. Wärmemelder aktivieren sich, wenn sich die Temperatur schnell steigert bzw. einen bestimmten maximalen Wert überschreitet.
  3. Flammenmelder: Reagiert auf den Infrarotanteil der Flamme und wird beispielsweise in geschlossenen Systemen wie Rohrleitungen eingesetzt oder an Arbeitsplätzen mit hoher Rauchentwicklung.

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