Sichere Verkehrswege: passende PSA und Ordnung am Arbeitsplatz

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Es gibt viele bauliche und technische Maßnahmen, um Verkehrswege sicherer zu machen. Aber das reicht nicht aus: Mitarbeiter brauchen für ein sicherheitsgerechtes Verhalten klare Vorgaben und Strukturen. Wir haben Ihnen einige Tipps und eine Checkliste mit organisatorischen Maßnahmen für Ihren innerbetrieblichen Transport und Verkehr zusammengestellt.

Persönliche Schutzausrüstung auch für Verkehrswege!

Anhand der Gefährdungsbeurteilung stellen Sie fest, an welchen Arbeitsbereichen mögliche Gefährdungen zu erwarten sind. Daraus können Sie entsprechende Maßnahmen ableiten, beispielsweise entsprechende persönliche Schutzausrüstung Ihren Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen:

1. Besserer Auftritt mit Sicherheitsschuhen: Auch wenn der Fußbodenbelag gut aufbereitet ist, kann auf geeignete Sicherheitsschuhe nicht verzichtet werden. Gerade im Lager- und Logistikbereich muss das Verletzungsrisiko durch herabfallende, umfallende Gegenstände, Stoßen, Einklemmen etc. ermittelt werden, um die passenden Grundanforderungen an den Sicherheitsschutz festlegen zu können.

Aber Achtung: Nicht jeder Sicherheitsschuh passt an jeden Fuß! Gerade hier bestimmt der individuelle Tragekomfort, ob ein Sicherheitsschuh getragen wird oder nicht. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter verschiedene Modelle testen, damit Sie gleich den richtigen Sicherheitsschuh bestellen können.

Unser Tipp: Viele Menschen benötigen orthopädische Einlagen. Wir haben Ihnen in dem Artikel „Orthopädische Einlagen für Sicherheitsschuhe“ die wichtigsten Informationen über Kostenerstattung usw. zusammengestellt.

2.  Bessere Sichtbarkeit durch Warnwesten: Lassen Sie Ihre Mitarbeiter Sicherheitswesten oder Warnwesten tragen, wenn sie als Fußgänger auf schlecht beleuchteten Verkehrswegen unterwegs sind. Sie sind deutlich besser sichtbar, sodass Unfälle noch besser vermieden werden können.

3. Schutzhandschuhe für mechanische Risiken: Nicht alles funktioniert nur per Knopfdruck! Gerade im Transportbereich müssen viele Tätigkeiten manuell verrichtet werden. Hier sind die Risiken für Handverletzungen besonders hoch. Es gibt eine große Auswahl an Schutzhandschuhen, z. B. aus Leder oder Nitril. Solche Produkte bieten hohe Griffsicherheit und schützen vor Verletzungen durch scharfe Kanten oder raue Oberflächen. Auch hier gilt, bei der Auswahl des Schutzhandschuhs sollte das persönliche Trageempfinden des Nutzers berücksichtigt werden. Unser Produktmanagement-Team von Work hat dafür Checklisten und Tragetestprotokolle entwickelt.

4. Gut geschützt mit Anstoßkappen: Immer wieder passieren Kopfverletzungen. Dennoch unterliegen nicht alle Bereiche der Helmpflicht. Als guten Basisschutz gibt es Anstoßkappen. Gerade im Transportbereich eignen sich Anstoßkappen, um vor Verletzungen aufgrund von Stößen gegen feststehende Gegenstände zu schützen. Darüber hinaus sind Anstoßkappen leichter als Helme und verfügen über einen deutlich höheren Tragekomfort.

5. Informieren Sie Ihre Mitarbeiter: Gerade die Mitarbeiter, die sich nur sehr selten in Betriebsbereichen mit Transportaufkommen aufhalten, müssen auf Gefahren oder auf das notwendige Tragen von Schutzausstattung deutlich hingewiesen werden. Nutzen Sie hierfür Gebotsschilder und Hinweisschilder, diese gibt es bereits standardmäßig mit einer großen Auswahl von Motiven!

6. Unterweisungen erfolgen einmal jährlich! Sie sind ein wichtiger Baustein für den Unfallschutz. Denn nur durch Aufklärung über mögliche Gefährdungen und wie sie vermeidbar sind, können Ihre Mitarbeiter ihr Verhalten anpassen. In dem Artikel „Mitarbeiter für Arbeitsschutz motivieren“ finden Sie viele Tipps, wie Sie Ihre Unterweisungen interessant aufbereiten können.

Schaffen Sie Ordnung – sorgen Sie für mehr Sicherheit

Ordnung und Sauberkeit ist ein zentrales Thema. Viele Wegeunfälle innerhalb der Betriebe werden aufgrund mangelnder Ordnung verursacht. Dazu gehören Stolper- und Rutschunfälle, nicht richtig abgesicherte Gegenstände usw. Vorgesetzte  müssen selbstverständlich mit gutem Beispiel vorangehen und diesem Thema die richtige Bedeutung geben. Denn hier stecken noch weitere Vorteile, die genutzt werden sollten. Anhand dieser Methode können Arbeitsplätze sicherer, sauberer und übersichtlicher gestaltet werden:

  1. Arbeitsprozesse können überdacht und ineffiziente Produktionsabläufe reduziert werden.
  2. Schaffung von funktionalen Arbeitsplätzen und Einführung von standardisierten Arbeitsabläufen.

Farbige Kennzeichnung sorgt für mehr Ordnung und Sicherheit

  1. Nutzen Sie Wände, Fußböden und Säulen, um Abstellflächen sowie Arbeitsräume farblich deutlich abzugrenzen. Das sorgt für eine klare Struktur, mehr Ordnung und Sauberkeit: Mitarbeiter finden schneller ihre Arbeitsmittel und stellen diese wieder an den richtigen Platz zurück. Das spart unnötiges Suchen und kostet weniger Arbeitszeit.
  2. Farbige Kennzeichnung von Verkehrswegen und Produktionsflächen sorgen für eine bessere Orientierung. Überlegen Sie sich vorab ein Konzept, in welchen Farben die Verkehrswege, Abstellflächen, Produktionsflächen etc. gekennzeichnet werden sollen. Wenden Sie dann Ihr Farbkonzept einheitlich an. Nutzen Sie den Fußboden auch, um dort Sicherheitshinweise anzubringen.

Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten, Verkehrswege sicherer zu gestalten. Planen Sie ein Orientierungssystem für Ihr Unternehmen farblich am Boden zu kennzeichnen? Dann lohnt es sich, vorab die tatsächlichen Wege Ihrer Mitarbeiter zu prüfen. Denn wo immer es geht, neigt der Mensch dazu, Abkürzungen zu nutzen. Wenn möglich, berücksichtigen Sie solche Wege bei Ihrem Orientierungssystem!

Weitere Informationen dazu in diesem Blog:

  1. Sichere Verkehrswege durch bauliche und technische Maßnahmen
  2. Neues Bodenmarkierungsband: Wenden von Gabelstaplern kein Problem

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