5 Tipps für die Prüfung von Arbeitsmitteln gemäß Betriebssicherheitsverordnung

Solange eine Maschine oder eine Anlage in Ihrem Betrieb eingesetzt wird, müssen Sie gewährleisten, dass sie sicher benutzt werden kann. Dafür ist es jedoch notwendig, dass das Arbeitsmittel regelmäßig kontrolliert wird. Dies ist in der  Betriebssicherheitsverordnung und in vielen weiteren technischen Vorschriften (beispielsweise TRBS oder DIN EN 15635) geregelt.

Nutzen Sie diese Tipps und Hinweise für die Überprüfung Ihrer Betriebsmittel!

Was müssen Sie generell bei der Prüfung beachten?

Grundlage für Ihre betrieblichen Prüfvorschriften ist die Gefährdungsbeurteilung: Hieraus werden der Prüfumfang und Prüffristen festgelegt. Das Ergebnis muss mit dem Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung übereinstimmen. Durchgeführt wird die Prüfung von einer befähigten Person. Die Prüfaufzeichnungen müssen der Aufsichtsbehörde jederzeit vorlegbar sein.

Wie ermitteln Sie Prüffristen?

  1. Sie, als Arbeitgeber, legen Ihre Prüfvorschriften auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung, Ihrer Erfahrungen und der Herstellerangaben fest.
  2. Sie sollten unbedingt die Betriebsanleitung des Herstellers berücksichtigen: Denn darin muss der Hersteller auf mögliche Gefahren, die bei der Montage, Benutzung und Wartung entstehen, hinweisen.
  3. Beachten Sie, dass Sie Arbeitsmittel, deren Sicherheit von Montagebedingungen oder Witterungseinflüssen abhängen (beispielsweise Baukräne), nach jeder Montage oder in regelmäßigen Abständen prüfen lassen müssen.
  4. Befähigte Personen müssen nach sicherheitsrelevanter Instandsetzungsarbeit das Arbeitsmittel kontrollieren.
  5. Lassen Sie die Prüfergebnisse von der befähigten Person dokumentieren. Unterscheiden sich diese mit dem Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, dann müssen Sie die Gefährdungsbeurteilung aktualisieren bzw. neu erstellen.

Was müssen Sie bei Prüfungen von überwachungsbedürftigen Anlagen berücksichten?

Beachten Sie bei der Kontrolle von überwachungsbedürftigen Anlagen gemäß der Betriebssicherheitsverordnung Folgendes:

  • Die zugelassene Überwachungsstelle prüft die Anlage vor Inbetriebnahme und nach Veränderungen.
  • In Abstimmung mit der zugelassenen Überwachungsstelle legen Sie bei wiederkehrenden Prüfungen die notwendigen Fristen fest.
  • Sie müssen die Prüffristen an die zuständige Behörde melden.

Spätestens seit 1. Januar 2008 gilt das TÜV-Monopol als Prüfinstitut nicht mehr. Prüfen dürfen seitdem „zugelassene Überwachungsstellen”. Dies ist jede vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ernannte und im Bundesarbeitsblatt bekannt gegebene Überwachungsstelle.

Tipps für die Anwendung

  1. Auf der Internetseite des Bundesinstituts für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin finden Sie Listen mit zugelassenen Überwachungsstellen nach Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG) und Betriebssicherheitsverordnung.
  2. In der TRBS 1201 „Prüfungen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen“ finden Sie wichtige Vorgaben für die Anwendung der Betriebssicherheitsverordnung.
  3. Ebenfalls empfehle ich hier das Handbuch des Forum Verlages: Das Vorgehen bei überwachungsbedürftigen Anlagen wird darin ausführlich beschrieben. Zudem werden auf 72 Seiten Prüffristen für Arbeitsmittel tabellarisch aufgelistet, die als Grundlage für die Gefährdungsbeurteilung verwendet werden können.
  4. Nutzen Sie zur Dokumentation die passenden Prüfkennzeichen. Eine große Auswahl an Prüfplaketten, wie Etiketten für die Wartung von Arbeitsmitteln finden Sie in unserem Onlineshop.

Weitere Artikel über die Betriebssicherheitsverordnung in diesem Blog:

Betriebssicherheitsverordnung – wichtige Grundlage für Ihren Arbeitsschutz

Betriebssicherheitsverordnung – Arbeitsschutz ist Chefsache

Betriebssicherheitsverordnung – Anforderungen an Betriebsmittel

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